Burgen Radweg

 


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Der Burgen-Radweg Fränkisches Saaletal führt Sie von Burg zu Burg entlang der Saale von Bad Kissingen bis Hammelburg. Erkunden Sie die Spuren und steinernen Zeugen der über 1000-jährigen Geschichte in unserer Region. Das Routennetz hat eine Gesamtlänge von 50 km inklusive aller Rundwege. Sowohl Anfänger als auch Radelprofis können den Weg problemlos fahren. Die Höhenunterschiede zwischen den Burgen und der Talsohle auf Höhe des Flusses betragen an der höchsten Stelle 150 m und die Steigungen sind auf den gut ausgebauten Wegen einfach zu bewältigen. Sie können den Weg in beide Richtungen befahren. Ganz gleich ob Sie von Burg Botenlauben in Bad Kissingen oder vom Schloß Saaleck bei Hammelburg aus starten möchten - durch die Infotafeln und Wegweiser entlang der Strecke fällt die Orientierung leicht.
Beim Radeln durch die Saale-Auen und beim Passieren der schon im Mittelalter benutzten Zufahrtswege zu den Burgen lässt sich erahnen, wie sehr diese mächtigen Bauwerke unsere Region mitgeprägt haben.

Erstmals im Jahre 1206 wird der Name „Botenlauben" belegt, als sich Graf Otto I. von Henneberg nach seinem Besitz „Otto de Botenlouben" nennt und die Burg zu einer beachtlichen Adelsburg ausbaut. Nicht nur die geschichtsträchtigen Mauern lohnen einen Besuch. Prächtige Ausblicke belohnen den Besucher, der einen der beiden Türme der Festungsruine besteigt. Die Stadt Bad Kissingen mit den weltberühmten Kuranlagen liegt dem Betrachter zu Füßen. Der Blick schweift vom Tal der Fränkischen Saale hinauf zur hohen Rhön mit dem Kreuzberg. Auf der anderen Seite rundet der Wittelsbacher Jubiläumsturm auf dem Scheinberg eine grandiose Aussicht ab. Jeweils am 3. Wochenende im September finden die „Botenlauben-Festspiele" statt. Über 300 Personen in historischen Gewändern lassen das Mittelalter authentisch aufleben.

Die Burg des „freien" Franken Iring.
Bei der Burg handelt es sich um eine der wenigen Anlagen, die uns in ihrem karolingischen Ursprung erhalten geblieben sind. Alles deutet darauf hin, dass sie einst zu der Talsiedlung, die sich ganz in der Nähe von Arnshausen befand, gehörte und als sogenannte Fliehburg diente. Es war die Zeit der Ungarneinfälle.

822 wurde die Befestigung einmalig erwähnt, als der freie Franke Iring - wahrscheinlich auch der Erbauer der Burg - Teile seines Besitzes dem Kloster Fulda schenkte. Wie lange die Burg danach noch genutzt wurde, ist unbekannt.
Heute sind die Mauerreste von der Natur erobert und wie verwunschen liegt die Anlage verborgen im Wald.

Auf einem Höhenzug über dem Dorf Aura stehen die trutzig wirkenden Reste eines Kirchenbaus. Ursprünglich sollte hier 1618 der Neubau einer Wallfahrtskirche entstehen. Doch vermutlich war es nicht nur der Geldmangel, sondern vor allem auch der Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges, der die Fertigstellung verhinderte. Das nie vollendete Gebäude ist eine der ältesten Bauruinen Deutschlands.
Man kann die Ruine nur von außen besichtigen und den Ausblick weit in das Saaletal genießen.
Das Gasthaus direkt neben dem Bauwerk ist ein willkommener Rastpunkt für Radfahrer.

Die eindrucksvolle Burgruine sitzt erhaben auf einem Bergsporn oberhalb von Trimberg. Einstmals gab es drei Burgen. Die alte Burg war bereits im 12. Jahrhundert Burgstall. Die Niederburg war eine Art Vorwerk der Trimburg und wurde im 30-jährigen Krieg zerstört. In der Hauptburg stehen der Erthal- und der Echterbau. Ihre Sandsteinportale verdienen besondere Beachtung. Besonders erwähnenswert ist auch die Gastfreundschaft der vielen Vereine, welche die Burg abwechselnd bewirtschaften. Große Areale wurden wieder überdacht. Weitere Räume und Säle können zu Festveranstaltungen und kulturellen Anlässen genutzt werden. Die Trimburg ist an jedem Sonntag von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet.

Schloß Saaleck liegt malerisch etwa 1,5 km westlich von Hammelburg auf einem steil abfallenden Bergrücken. Seit dem 14. Jahrhundert wird die Anlage, obwohl sie der Bauweise einer Burg entspricht, „Schloß" genannt. Die Gebäude waren seit ihrer Errichtung im 111 12. Jahrhundert stets Amtsburg des Klosters Fulda. Dennoch erzählen viele Sagen von Kaisern, Königen oder edlen Burgfräulein.
Am 7. Januar 777 schenkte Karl der Große sein Königsgut Hammelburg an das Kloster Fulda. In dieser Urkunde werden erstmals Weinberge im Fränkischen erwähnt, somit darf sich Hammelburg zurecht „Älteste Weinstadt Frankens" nennen.
Auf Saaleck ist heute neben dem städtischen Weingut auch ein Hotel mit Restaurant untergebracht.

Laut einer Urkunde aus dem Jahr 817 schenkte eine Frau Hadaburgis all ihren Grundbesitz „in immunitate Hamalunburc" und in „villa thiofbah" an das Kloster Fulda. Zu dieser Zeit besaß Diebach also schon ein erstes Gotteshaus. Ein größerer Kirchenbau entstand in spätromanischer Zeit um 1270. Aus dieser Epoche stammen noch der Chor und der Turm, der seit dem 18. Jahrhundert eine Barockkuppel mit offener Laterne trägt. Die alte Wehrkirche war ursprünglich an vier Seiten von Gaden in Form von zweigeschossigen Fachwerkbauten umgeben, die als Keller und Speicherräume genutzt wurden. Das Diebacher Ensemble, das zwischenzeitlich unter Denkmalschutz gestellt wurde, vermittelt noch heute ein eindrucksvolles Bild einer mittelalterlichen Kirchenbefestigung.



Im Herzen Deutschlands finden Sie einen der schönsten Radwanderwege. Der besondere Reiz dabei ist die einmalige Kombination aus Radtour und Kulturreise zu einigen unserer besterhaltenen Burgen. Der berühmte Frankenwein ist hier in seinem nördlichsten Anbaugebiet ebenfalls ein Geheimtipp für Genießer.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei:

  • Touristinformation Hammelburg, Kirchgasse 4,
    Tel.: 09732/902-430
  • Gemeinde Elfershausen, Marktstraße 17,
    Tel.: 09704/9110-0
  • Altes Rathaus Bad Kissingen,
    Tel.: 0971/8048-250
  • Kur- und Touristinformation, Bayerisches Staatsbad Bad Kissingen GmbH, Am Kurgarten 1,
    Tel.: 0971/8048-444
  • Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf, Zeilweg 2,
    Tel.: 09704/9131-0
  • Landkreis Bad Kissingen, Tourist-Information,
    Tel.: 0971/801-0


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